Verpflegung als Lebensqualität

Senior Executive mit 20+ Jahren Führungserfahrung in Hotellerie, Gastronomie und Operations.

Niemand spricht darüber. Aber die Verpflegung entscheidet ob Bewohnende in einem Pflegeheim glücklich sind oder nicht!

Ich sage das nach Jahren der Arbeit mit Institutionen im Gesundheitsbereich. Und ich sage es bewusst provokativ.

Pflege ist selbstverständlich das Herzstück eines Pflegeheims. Aber was ist der Moment des Tages auf den ein Bewohnender sich freut? Nicht die Medikamentenabgabe. Nicht die Körperpflege. Sondern das Mittagessen. Der Kaffee am Nachmittag. Das Gespräch beim Frühstück.

Die Verpflegung ist die soziale Klammer des Tages. Sie ist Lebensqualität. Sie ist – ob wir es wollen oder nicht – ein emotionaler Gradmesser für das gesamte Erlebnis einer Institution.

Und trotzdem wird sie in vielen Einrichtungen behandelt wie ein Kostenfaktor der minimiert werden soll.

Ich habe Institutionen gesehen die CHF 12.50 pro Bewohnenden und Tag für die Verpflegung einsetzen – und trotzdem eine Küche betreiben die Reibung erzeugt. Und ich habe Institutionen gesehen die mit demselben Budget eine Verpflegung organisieren die Bewohnende aufleuchten lässt.

Der Unterschied liegt nicht im Geld. Er liegt in der Struktur, im Konzept und in der Führung dahinter.

Meine These: Einrichtungen die Hotellerie und Gastronomie als strategisches Element führen, haben glücklichere Bewohnende, zufriedenere Mitarbeitende und eine stärkere Positionierung im Markt.

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