Ich höre ihn fast bei jedem Projekt. Und jedes Mal kostet er Geld.
Hier ist was passiert wenn niemand den Betreiber-Blick in ein Bauprojekt einbringt:
Der Gastroplaner plant eine Küche die auf dem Papier perfekt ist. Der Architekt optimiert die Fläche. Der Generalunternehmer baut was auf den Plänen steht. Alle machen ihren Job gut.
Und dann öffnet der Betrieb. Und der erste Mittagsservice ist das Chaos.
Ich habe das erlebt. Nicht einmal – mehrmals. Weil in der Planungsphase niemand gefragt hat: Wie läuft der Ablauf wirklich ab? Wo steht das Pflegepersonal wenn es die Tabletts abholt? Wie viele Schritte macht ein Mitarbeiter zwischen Küche und Ausgabe?
Bei meinem letzten grossen Projekt – sechs Gastronomiekonzepte an einem Hochfrequenzstandort, 150 Mitarbeitende, Baubeginn bis Eröffnung in 18 Monaten – haben wir genau diese Fragen in der Planungsphase gestellt. Das Ergebnis: Weder Budget- noch Zeitabweichung. Der Betrieb startete reibungslos.
Das war kein Zufall. Das war Methode.
Die unbequeme Wahrheit: Der Betreiber-Blick fehlt in den meisten Projekten – nicht weil niemand ihn will, sondern weil niemand weiss dass er fehlt.
Was war Ihr teuerster «Das haben wir immer so gemacht»-Moment?
